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Rabitz ist eine Drahtputzarbeit. Hierbei erstellt man aus Rundeisen
eine beliebige Form,
z.B. ein Gewölbe, überspannt diese Konstruktion mit einem Drahtgewebe
und verputzt es.
Die Methode der Rabitzarbeit ist seit etwa 1840 bekannt und wurde um 1870 vom
Berliner Maurermeister Karl Rabitz nach Deutschland gebracht. Durch diese Technik
werden der Raumgestaltung und der Fantasie der Architektur ungeahnte Möglichkeiten
eröffnet.
Die Vorteile sind:
- es ist fast jede erdenkliche Form möglich
- es ist eine sehr leichte Bauweise (große Spannweiten möglich)
- sie ist feuerhemmend
Wegen seiner besonderen Eigenschaften wurden Rabitzgewölbe
früher oft in Kirchen und Schlösser eingebaut, weil keine
Schubkräfte auf die Tragwände einwirken. Rabitzgewölbe
werden an der darüberliegenden Decke oder dem Dachstuhl befestigt.
Auch in der heutigen Bauweise durch die hoch porosierten Ziegeln,
können die Wände keine großen Schubkräfte
mehr aufnehmen. Mit der Verwendung der Rabitztechnik ist aber noch
jede Deckengestaltung in Form von Gewölben möglich.
Seit der Einführung neuer Leichtbauweisen, wie z. B. dem Trockenbau
mit Gipskartonplatten, sind Rabitzarbeiten nicht mehr sehr weit
verbreitet. Gipskartonplatten können aber nur in eine Richtung
gebogen werden und eignen sich somit bestenfalls für ein Tonnengewölbe.
Heute werden Rabitzarbeiten fast nur noch in der Restaurierung
von denkmalgeschützten Bauten ausgeführt.
Deckenaufbau mit Rabitztechnik
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